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Logimat-Neuheiten von Igus

AMR-Lösungen: Vollautomatisierte Fabrik, aber bezahlbar

24.03.2026
von Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION
Titelstory von Igus in Industrielle Automation 02/2026: AMR-Lösungen: Vollautomatisierte Fabrik, aber bezahlbar

Autonome mobile Roboter versprechen eine effizientere Intralogistik. Doch hohe Anschaffungskosten von weit über 50.000 Euro für einen AMR, teure Systemintegration und Lizenzgebühren bremsen Unternehmen bei der Verwirklichung ihrer Vision der vollautomatisierten Fabrik aus. Mit ReBeLMove Pro und ReBeL Pallet Mover zeigt der Kölner Automatisierungsspezialist Igus, dass es auch deutlich kostengünstiger geht: Die AMR- und FTS-Lösungen sind innerhalb eines Tages einsatzbereit und amortisieren sich teilweise schon nach ein bis eineinhalb Jahren – ganz ohne versteckte Kosten.

Ein Blick in die typische Fertigung: Menschen arbeiten an Handarbeitsplätzen, legen den letzten Schliff an komplexe Bauteile, die später in Maschinen jeglicher Art verbaut werden. Während der Arbeit sind die Mitarbeitenden darauf angewiesen, dass jederzeit das passende Werkzeug und die notwendigen Bauteile an Ort und Stelle sind. Dazu bringen die Kolleginnen und Kollegen mit dem Gabelstapler die Produkte an den richtigen Ort. Teilweise kommen noch händisch betriebene Hubwagen zum Einsatz. Ein steigender Wettbewerbs- und Kostendruck zwingt die Betriebe, möglichst reibungslos zu arbeiten. Was in der Theorie schön klingt, ist in der Praxis oftmals Illusion: Im Transport geht wertvolle Zeit verloren, die Mitarbeitenden müssen teils große Strecken zurücklegen.

Universell und tragfähig: AMR-Plattform bereit für vielfältige Aufbauten

Einfacher Einstieg in die Logistikautomatisierung: Den ReBeLMove Pro gibt es schon für rund 30.000 Euro – optional in Kombination mit einem ReBeL Cobot

Um diese repetitiven Aufgaben zu vereinfachen, haben vielerorts bereits autonome mobile Roboter (AMR) Einzug in die Fabriken gehalten. Sie versprechen eine effizientere Intralogistik, die genau auf die verschiedenen Prozessschritte in der Fertigung abgestimmt ist. Doch auch hier macht die Realität häufig einen Strich durch die Rechnung: Für die Implementierung von AMRs fallen nicht nur die Anschaffungskosten an – immerhin meist 50.000 Euro und mehr. Stattdessen muss der Systemintegrator bezahlt werden, die Flottenmanagement-Software läuft nur mit kostspieligen Lizenzgebühren und das Fahrzeug selbst sowie die Be- und Entladestationen müssen zudem noch an die individuellen Fertigungsschritte angepasst werden.

Diese versteckten Kosten waren dem Kölner Automatisierungsunternehmen Igus ein Dorn im Auge. „Der mobile Roboter allein macht die Anwendung nicht“, sagt Alexander Mühlens, Leiter des Geschäftsbereichs Low-Cost-Automation bei Igus. Das Unternehmen bietet bereits seit einigen Jahren Lösungen für die Intralogistik, hat viele Erfahrungen mit dem AMR ReBeLMove gesammelt, der durch seine einfache Implementierung per App unter anderem in mittelständischen Betrieben zum Einsatz kommt. Inzwischen hat Igus die mobile Roboter-Plattform weiterentwickelt und bietet mit dem ReBeLMove Pro einen tragfähigen AMR für unter 40.000 Euro an. Innerhalb eines Tages kann der Anwender ihn selbst in der Fabrik einsetzen.

Modularität als Grundlage

Der ReBeLMove Pro bewegt sich autonom durch die Fabrik

Igus war in der Beschäftigung mit Intralogistik-Lösungen schnell klar: Der Schlüssel für eine erfolgreiche Automatisierung liegt in der Modularität. Denn viele Hersteller bieten nur eine Lösung für einen bestimmten Anwendungsfall an. Wer palettieren möchte, braucht ein anderes Fahrzeug als zum Stapeln von Euroboxen. Beim ReBeLMove Pro sind die Aufbauten je nach Anwendung unterschiedlich – die zu Grunde liegende Plattform bleibt jedoch gleich. Das autonome Fahrzeug ist 97,5 cm lang, 56 cm breit und 19,5 cm hoch. Bei einer Geschwindigkeit von 1 bis 2 m/s hat der ReBeLMove Pro eine Traglast von 250 kg. Er ist somit für viele Anforderungen geeignet.

Hinzu kommen die einfache Bedienbarkeit und Implementierung, was ein Kostenfaktor in einigen bestehenden Systemen darstellt. „In vielen bisherigen Lösungen aus dem Wettbewerb können versteckte Kosten zu Buche schlagen“, sagt Alexander Mühlens. Die Flottensoftware kostet dann teils rund 3.000 bis 4.000 Euro extra, viele Programme von Drittanbietern sind auf dem Markt.

Der ReBeLMove Pro bietet eine integrierte Navigationssoftware und ein optionales Flottenmanagement nach VDA 5050. Die Software ist frei von weiteren Kosten. Dies war eine bewusste Entscheidung der Robotik-Experten: Auch kleinere Unternehmen sollten schließlich ohne versteckte Kosten die Möglichkeit erhalten, ihre Intralogistik um autonome Roboter zu ergänzen. Eingerichtet und gesteuert wird das System über eine Web-App, die Kommunikation findet mithilfe einer REST-API und physischen IoT-Geräten statt. Das integrierte Flottenmanagement überwacht die Prozessparameter kontinuierlich und startet Transportaufträge automatisiert. Der AMR gibt zum Beispiel selbst den Befehl, Rolltore zu öffnen oder fordert einen Aufzug an.

Innovation von innen

Der autonome Gabelstapler Igus Pallet Mover automatisiert den Lagerbetrieb zuverlässig
und kosteneffizient

Der Anstoß für die Entwicklung des ReBeLMove kam aus der ­eigenen Fertigung am Hauptsitz von Igus in Köln. „Wir haben selbst großen Bedarf an autonomen Robotiklösungen“, erzählt Alexander Mühlens. Wer einen Rundgang durch die Fertigung macht, sieht die autonomen Helfer je nach Aufbau bei verschiedenen Aufgaben. Der ReBeLMove Pro Hook-Trolley transportiert bis zu 900 kg und sorgt für eine vereinfachte Kommissionierung. Der ReBeLMove Pro Pick-by-Light verwendet visuelle Lichtsignale, um Nutzern das richtige Fach anzuzeigen. Er minimiert dadurch körperliche Belastungen und erspart langwieriges Suchen. Sich schnell an individuelle, häufig wechselnde Prozesse anzupassen, ist eine Stärke des ReBeLMove Pro Lifter und Conveyor. Er ist bereits ab Stückzahl 1 rentabel.

Generell achtet Igus bei seinen Robotik-Lösungen auf einen schnellen Return on Investment, der sich beim ReBeLMove Pro innerhalb von ein bis eineinhalb Jahren einstellt. Dennoch ist die Anschaffung von einem oder mehreren AMRs für viele Unternehmen ein großer Schritt. „Aus diesem Grund bieten wir einen Proof-of-Concept an“, erklärt Alexander Mühlens. Igus Experten besuchen die Fabrik dafür vor Ort und leiten daraus die passende Robotiklösung ab.

Staplerfahrer entlasten

Neben dem ReBeLMove Pro hat Igus eine weitere Lösung für die autonome Intralogistik entwickelt: den Gabelstapler ReBeL Pallet Mover. Das fahrerlose Transportsystem (FTS) optimiert das Palettenhandling mit intelligenter Navigation und moderner Sensorik. Dabei lag der Schwerpunkt in der Entwicklung auf Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz. Das Team hat die Komponenten im Vergleich zu anderen Systemen um rund die Hälfte reduziert. Während andere Stapler verschiedene dezentrale Sensoren verwenden, hat Igus das Safety-System zentral ganz oben auf dem Stapler angebracht, was die Kosten deutlich senkt.

Auch für den autonomen Gabelstapler gab es bei Igus selbst ­eine Notwendigkeit. „Es wird immer schwerer, Mitarbeitende mit Staplerschein zu finden“, sagt Alexander Mühlens. Igus nutzt den Pallet Mover nun als Ergänzung zum menschlichen Gabelstaplerfahrer. Das Unternehmen liefert die Pallet-Mover-Serie in folgenden Nutzlastausführungen aus: 300 kg, 1.400 kg und 1.500 kg. Dabei berücksichtigt der Hersteller die Anforderungen der Kunden. Unter anderem ist die Länge der Gabelzinken vollständig variabel. Mit einer Geschwindigkeit von 1,4 oder 1,5 m/s bringt der Pallet Mover die Ware schnell an die richtige Stelle.

Der ReBeLMove Pro dient als Plattform für unterschiedliche Aufbauten, vom Kommissioniersystem, über das intelligente Regalsystem bis hin zum kollaborativen Roboter mit Förderbändern

RBTX-Plattform: Konsequent modular, bezahlbar und praxisnah

Mit seinen Lösungen für die Intralogistik hebt Igus das Warenhandling auf ein neues Level. Ausgestattet mit moderner Software und intelligenter Sensorik bewegen sich die autonomen Fahrzeuge sicher und zuverlässig durch die Fabrikhalle. In Zeiten von Fachkräftemangel und wirtschaftlichem Druck werden ­AMRs zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor.

Der ReBeLMove Pro und der Pallet Mover sind aber längst nicht die einzigen Lösungen für eine smarte Intralogistik. Hinter diesen Lösungen steht der Marktplatz RBTX.com. Hier finden Unternehmen alles, was sie für ihre individuelle Lösung benötigen, von der Hardware bis zur Beratung. Ziel ist es, die Intralogistik so einfach wie möglich zu machen: autonom, effizient und vor allem wirtschaftlich.

„Der mobile Roboter allein macht die Anwendung nicht“, so Alexander Mühlens. „Erst die Kombination aus einfacher Bedienung und einem fairen Preis macht Automatisierung für den Mittelstand wirklich greifbar.“ Die Anwender erhalten auf RBTX.com komplette Systeme wie eine modulare Palettierstation schon ab 18.500 Euro. Auf Wunsch bietet Igus auch eine direkte Beratung mit den RBTXperten an.

Igus ist Aussteller auf der Fachmesse Logimat 2026 in Stuttgart – 3/3D21.

Autor: Jens Klärner, RBTX Platform Owner, Igus SE & Co. KG, Köln

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Quelle: Igus

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