Corona-Notfallplan: „Made in Germany“ für mehr Unabhängigkeit in globalisierter Welt

Corona-Notfallplan: „Made in Germany“ für mehr Unabhängigkeit in globalisierter Welt

Die Elektronikfabrik Limtronik reagiert auf die Corona-Krise mit einem Pandemieplan zur Sicherheit der Mitarbeiter und Aufrechterhaltung des reibungslosen Betriebs. Der Experte für Electro­nic Manu­facturing Services (EMS) und Joint Development Manufacturing (JDM)-Partner betreibt eine hoch­moderne Smart Electronic Factory. Limtronik unterstreicht außerdem im Zuge der Corona-Krise, wie wichtig „Made in Germany“ ist: Trotz der für den Wirtschaftsstandort Deutschland wichtigen Globalisierung müssen die bisherigen Kostenfaktoren wie Sicherheitsbestände, Personalkosten und deutscher Produktionsstandort von den verantwortlichen Stellen neu bewertet werden.

Mit Ausbruch des Coronavirus in Deutschland hat Limtronik ein Krisen­team gebildet und einen Pandemieplan erstellt. Dieser basiert auf den Empfehlungen des Deut­scher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und wird konsequent umge­setzt. Gerd Ohl (Bild), Geschäftsführer der Limtronik GmbH, erklärt: „Wir sehen uns in der Ver­antwortung, die Verbreitung des Virus zu verzögern. Auch um den Geschäfts­betrieb soweit wie möglich aufrecht zu erhalten, folgen wir den Ratschlägen von Experten und haben zahlreiche innerbetriebliche Festlegungen getroffen, die ab sofort umge­setzt werden.“

Notfallplan erhöht Sicherheit und ermöglicht störungsfreien Geschäftsbetrieb

Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehören u.a. Hygieneanweisungen, gesundheitliche Vorsorgen, Zonen- und Schichteneinteilungen, Homeoffice sowie Verhaltens­kodexe bei Meetings, Kunden­besuchen und während der Pausen. Gerd Ohl sagt: „Die umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen dienen dem Schutz aller Beteiligten. Sie bestimmen bis auf Weiteres den Geschäftsalltag. Darüber hinaus setzen wir auf ein ausgereiftes betriebliches Business Continuity Management. Die neuen Regeln werden von unseren Mitarbeitern sehr gut angenommen und diszi­pliniert umgesetzt. Unser Betriebsablauf funktioniert daher weiterhin einwandfrei.“

Der Notfallplan setzt auf eine strikte Unterteilung des Unternehmens in einzelne Zo­nen. Die Arbeit erfolgt im Schichtbetrieb. Gerd Ohl erklärt: „Die Aufteilung in Zonen sowie die Trennung der Schichten helfen uns im Falle einer Kontami­nierung, den Produktions­betrieb in kürzester Zeit mit einer Notbesetzung weiter­zuführen. In jeder Zone halten sich nur die Mitarbeiter auf, deren Anwesenheit gemäß Arbeitsauftrag erforderlich ist.“ Der Schichtbetrieb bei Limtronik sei aktuell in Früh- und Spätschicht unterteilt. Per­sönliche Schicht­über­gaben werden nicht mehr praktiziert, da Mitarbeiter beider Schichten möglichst nicht in persönlichen Kontakt zueinander treten sollen.

Höhere wirtschaftliche Unabhängigkeit mit „Made in Germany“

Gerd Ohl plädiert im Zuge der Entwicklung für mehr Regionalität: „Die Wirtschaft und auch das Gesundheitswesen haben in den vergangenen Jahren in hohem Maße von der Globalisierung profitiert. Und doch zeigt die Lage im Medika­menten­sektor exem­plarisch ein Dilemma auf. Die globale Wirkstoff­produktion kon­zentriert sich heute auf ein paar Unternehmen in Asien, was zu Abhängigkeiten und aktuell zu Liefereng­pässen in Europa führt. Werfen wir einen Blick in die Elektronikindustrie, aber auch in vielen anderen Bereichen sehen wir ein sehr ähnliches Bild.“

 Gerd Ohl ergänzt: „Viele einheimische Unternehmen sind derzeit an weltweite Liefer­ketten gebunden. Die EU-Staaten sollten wieder autarker werden. Wir sollten uns auf eigene innovative Pro­dukte, intelligente Fertigungsstrukturen sowie besser vernetzte und kürzere Lieferketten kon­zentrieren, um auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben. Dass man damit einheimische Produk­tionsarbeitsplätze erhält bzw. schaffen kann hilft allen sehr, besonders wenn wir nach der Pandemie deren wirtschaftlichen Folgen in vollem Umfang erleben werden.“

Quelle: Limtronik GmbH

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