Mit dem Symposium Innovationen in der Produktionstechnik – Werkzeugmaschinen aus Deutschland, das vom 23. bis 25. März 2026 in Bangkok stattfand, unterstützt der VDW seine Mitglieder, sich im südostasiatischen Raum breiter aufzustellen.
Sieben deutsche Hightech-Unternehmen nutzten das Symposium, um ihre Chancen in dem südostasiatischen Markt vor insgesamt 116 Teilnehmern auszuloten. Hermle, Index, Open Mind Technologies, Profiroll Technologies, Siemens, Trumpf und United Machining Solutions hielten Vorträge. Im Jahr 2025 verzeichnete Thailands Wirtschaft ein Wachstum von 2,4 Prozent. Das Land ist der führende Automobilproduzent in Südostasien und internationale Unternehmen bauen ihre Kapazitäten in Thailand weiter aus. Dies sorgt für eine anhaltende Nachfrage nach modernen Produktionstechnologien. Deutschland ist viertgrößter Handelspartner von Thailand bei den Importen von Werkzeugmaschinen. Deutsche Importe machten im Jahr 2025 zwar nur etwa 4,7 Prozent der gesamten Werkzeugmaschinenimporte aus, doch deutsche Technologie genießt nach Einschätzung des VDW auf dem Markt weiterhin einen ausgezeichneten Ruf. Über die Hälfte aller Importe kommen aus China.
„Das VDW-Symposium in Bangkok war erfolgreich“, resümiert VDW-Geschäftsführer Dr. Markus Heering. „Die teilnehmenden Unternehmen präsentierten eine große Bandbreite an unterschiedlichen Technologien sowie aktuellen Entwicklungen. Auch das Networking ermöglichte einen intensiven Austausch unter den Teilnehmern.“
Attraktives mittel- bis langfristiges Potenzial
Mit etablierten Industrieclustern, einer gut entwickelten Infrastruktur und einem starken Netzwerk an zuverlässigen Zulieferern sei Thailand der Produktionsstandort in Südostasien, so die Einschätzung von Dr. Roland Wein, Geschäftsführer der Deutsch-Thailändischen Handelskammer. „Nachhaltigkeit und die Erreichung von ambitionierten Klimazielen erfordern Investitionen, wodurch sich der Bedarf an Maschinen und Technologien deutscher Hersteller erhöht“, so Wein. Der Abschluss eines EU-Thailand Freihandelsabkommens werde die Attraktivität Thailands als Handels- und Investitionspartner weiter stärken. Deutsche Unternehmen sehen das auch so. „Das aktuelle Geschäftsumfeld in Asien ist aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und einer Konjunkturabschwächung im Automobilsektor von Herausforderungen geprägt. Dennoch bietet Thailand weiterhin attraktives mittel- bis langfristiges Potenzial“, meint Michael Schmid von United Grinding (Asia Pacific P/L).
Die ASEAN Region wird für Deutschland als Handelspartner immer wichtiger, vor allem wenn es darum geht die Bandbreite an Exportländern zu erweitern. Im Jahr 2023 wurden aus Deutschland Maschinen im Wert von 22 Mio. Euro nach Thailand exportiert. Unter den Lieferanten für Thailand liegt Deutschland an vierter Stelle, und zwar hinter China, Japan und Taiwan. Präzision, Langlebigkeit und technologisch fortschrittliche Lösungen aus Deutschland werden jedoch besonders geschätzt.
Wandel hin zur Elektromobilität zeigt ähnliche Auswirkungen wie in Europa
„Das Symposium in Thailand war ein augenöffnendes Event, zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagt Dr. Dirk Prust, CEO von Index. „Es ist beeindruckend, wie viele leistungsfähige Unternehmen hier sind und nach dem nächsten Schritt in der Fertigungstechnologie suchen. Da der Wandel hin zur Elektromobilität ähnliche Auswirkungen wie in Europa zeigt, lautet der neue Fokus: ‚kleine Stückzahlen – hohe Variantenvielfalt – schnelle Lieferung‘. Mit herkömmlich eingesetzten Maschinen und Prozessen lässt sich diese Nachfrage nicht mehr bedienen – eine großartige neue Chance für deutsche Werkzeugmaschinen.“
Bild: Die Ribbon Cutting Ceremony hat in Thailand Tradition und eröffnete auch das VDW-Symposium (Bild: Deutsch-Thailändische Handelskammer)
Quelle: VDW, Bild: Deutsch-Thailändische Handelskammer






