Das schwedische Unternehmen Skanska setzt an einem Standort für Zementierung von Baukomponenten seit rund zweieinhalb Jahren die Signalsäulen und die cloudbasierte Plattform We Assist von Werma ein. Das System erfasst Maschinen- und Prozesszustände automatisch, visualisiert sie in Echtzeit und wertet die Daten zentral aus.
Zuvor fehlte eine belastbare Datenbasis: „Wir hatten zuvor keine echten KPIs oder spezifischen Messmethoden“, sagt Leigh Wells, Produktionsleiter der Fertigung bei Skanska. Über Tasten an der Säule können Bediener darüber hinaus definierte Statusmeldungen auslösen. Grün steht in dem „Call-for-Action“-System für regulären Betrieb, Gelb für „Warten auf Material“, Blau ruft den Vorgesetzten, Rot fordert einen Kran an. Durch We Assist lassen sich Produktivitäts- und Zeitverluste frühzeitig erkennen und Korrekturmaßnahmen schnell einleiten. Die Implementierung verlief technisch unkritisch, aufwendiger waren interne IT- und Sicherheitsanforderungen. Intern erhielt das Projekt den Skanska-Preis für digitale Produktivität und das System wurde in den Fertigungskatalog des Unternehmens aufgenommen. Geplant ist der Ausbau um die White-Light-Funktion als zusätzliche Interaktionsebene.
Datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl
Mit We Assist hat sich die Arbeitsweise in der Fertigung grundlegend verändert: Statt fehlender Transparenz stehen heute präzise Echtzeitdaten zur Verfügung. „Wir haben klare KPIs eingeführt und eine detaillierte Datenerfassung sowie -analyse realisiert. Dadurch konnten wir klare Entscheidungsgrundlagen schaffen und eine höhere Transparenz in allen Fertigungsbereichen erzielen“, berichtet Wells. „Wir können nun aussagekräftige Daten erfassen und die gewonnenen Erkenntnisse umfassend nutzen.“
Auch die direkte Kommunikation innerhalb der Fertigung wurde deutlich verbessert. Durch die standardisierten Signale und klar definierten Eskalationswege können Probleme schneller erkannt und die zuständigen Personen unmittelbar informiert werden. Das reduziert Reaktionszeiten und erhöht die Prozesssicherheit im laufenden Betrieb.

We-Assist-Dashboard mit Kennzahlen zur Produktivität
Vom vermeintlichen Kontrollinstrument zur wertvollen Alltagshilfe
Zusätzlich stellte die Einführung des neuen Systems auch eine kulturelle Herausforderung dar. Mitarbeitende begegneten der neuen Technologie zunächst mit Skepsis: „Es herrschte das Gefühl, das System würde wie ein ‚Big Brother‘ ihre Leistung überwachen“, erinnert sich Wells.
Mitarbeitende erkannten schnell, dass We Assist eine echte Unterstützung und Erleichterung in ihrem Arbeitsalltag ist.

Plug & Play Monitoring-Lösung: Anders als bei komplexen MDE/MES-Systemen oder IoT-Lösungen werden mit We Assist Optimierungspotentiale einfach sichtbar und auswertbar – in Echtzeit und von überall.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die Einbindung aller Mitarbeitenden. Anfangs überwog Skepsis, doch mit wachsendem Verständnis für den Nutzen wandelte sich die Wahrnehmung. Das System wurde nicht als Kontrollinstrument, sondern als Unterstützung im Arbeitsalltag etabliert, was einen wichtigen Schritt für die nachhaltige Nutzung darstellt. „Unsere Mitarbeitenden erkannten schnell, dass We Assist eine echte Unterstützung und Erleichterung in ihrem Arbeitsalltag ist“, sagt Leigh Wells. „Für uns war es enorm wichtig, dass alle Mitarbeitenden sich wohl fühlen und das neue Tool akzeptieren – denn nur, wenn es wirklich im Arbeitsalltag genutzt wird, lassen sich langfristige Verbesserungen erzielen.“
Ein Beispiel gelungener digitaler Transformation
Die Einführung von We Assist bei Skanska zeigt, wie digitale Lösungen auch in traditionell weniger digitalisierten Branchen echten Mehrwert schaffen können – von fehlender Datentransparenz hin zu fundierten Entscheidungen. Entscheidend waren dabei nicht nur Technologie und Funktionalität, sondern ebenso die konsequente Einbindung der Menschen im Prozess.
Quelle: Werma Signaltechnik







