1. Home
  2. /
  3. VDMA
  4. /
  5. Starker Juni begrenzt Exportminus...
Maschinenaußenhandel Deutschland 1. Halbjahr 2026

Starker Juni begrenzt Exportminus im Maschinenbau

25.08.2026
von Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION

Wie der VDMA mitteilt, fällt die Exportbilanz des ersten Halbjahrs 2026 für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland durchwachsen aus. Die Ausfuhren sanken nominal um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, preisbereinigt um 2,5 Prozent. Insgesamt wurden Maschinen und Anlagen im Wert von 99,3 Milliarden Euro exportiert. Die Maschinenimporte stiegen im gleichen Zeitraum um nominal 2,2 Prozent auf 47,9 Milliarden Euro.

„Geopolitische Spannungen, die US-Zollpolitik und das weiterhin schwache Chinageschäft haben die Maschinenausfuhren im ersten Halbjahr belastet. Ein weitgehend stabiles zweites Quartal und insbesondere das kräftige Exportplus von 6,8 Prozent im Juni begrenzten das Halbjahresminus jedoch auf 0,8 Prozent“, kommentiert VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig (Bild) die Halbjahresbilanz der Exporte.

Regionale Entwicklung: USA stabil, China schwach, EU uneinheitlich

Im Exportgeschäft in die USA bremsten die US-Zollpolitik und der starke Euro spürbar. Dennoch konnten die Ausfuhren in die USA im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent zulegen, was auch auf eine Stabilisierung der Exporte im zweiten Quartal zurückzuführen ist.

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Ausfuhren nach China, die Exporte dorthin brachen um 13,8 Prozent ein. Die Europäische Union entwickelte sich ebenfalls besser als der Durchschnitt und konnte mit einem kleinen Plus von 1,3 Prozent ein stabiles Ergebnis erzielen. Auch hier ist das insgesamt positive Ergebnis auf ein positives Quartalsende zurückzuführen.

Innerhalb der EU zeigte sich jedoch ein uneinheitliches Bild: Frankreich und die Niederlande, auf den Plätzen 3 und 5 der wichtigsten Ausfuhrländer, legten um 3,6 beziehungsweise 5,1 Prozent zu. Das auf Platz 4 der Rangliste liegende Italien musste einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent verkraften. Mit einem Exportanteil von 45,9 Prozent blieb die EU die wichtigste Absatzregion für den Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland.

Das sonstige Europa hat einen Exportanteil von 12,8 Prozent und konnte ebenfalls ein leichtes Plus von 0,5 Prozent im Vorjahresvergleich verbuchen. Unter den Einzelmärkten lagen die USA mit einem Anteil von 13,1 Prozent weiter an der Spitze, gefolgt von China (7,1 Prozent) und Frankreich (6,9 Prozent). Bei den Importen aus den Top-10-Lieferländern konnten Frankreich (plus 8,5 Prozent), China (plus 8,0 Prozent) und Österreich (plus 4,7 Prozent) besonders stark zulegen.

Lichtblicke innerhalb der EU sind insbesondere die Ausfuhren nach Dänemark (plus 22,5 Prozent) und Schweden (plus 11,4 Prozent). Außerhalb Europas stachen vor allem Indien (plus 11,1 Prozent) und Kanada (plus 10,0 Prozent) mit zweistelligen Wachstumsraten positiv hervor.

Ausblick verhalten – Unsicherheiten belasten

Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte bleiben unsicher. Die militärischen Auseinandersetzungen in der Golfregion belasten die Weltkonjunktur, im US-Geschäft wirken Zölle auf Stahl- und Aluminiumderivate sowie drohende neue Zollschocks bremsend. Im China-Geschäft dürfte sich der seit 2022 anhaltende Exportrückgang fortsetzen. Der Markt verliert folglich für den Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland weiter an Gewicht. Dennoch bleibt China wegen seines weiterhin großen Anteils einer der zentralen Exportmärkte. Der schwache Auftragseingang aus den Euroländern dämpft die Aussichten innerhalb der EU.

„Handels- und geopolitische Unsicherheiten bleiben eine Belastung für das Exportgeschäft. Die jüngste Erholung der Ausfuhren in die USA steht weiterhin unter dem Vorbehalt einer unsicheren Zollpolitik. In China dämpfen die schwache Nachfrage und der wachsende Wettbewerbsdruck die Absatzperspektiven. Zugleich verschärft die zunehmende Präsenz chinesischer Anbieter auf den Weltmärkten den Wettbewerb. Um die Exportmärkte breiter aufzustellen, braucht die Industrie zügig weitere Freihandelsabkommen und einen leistungsfähigeren europäischen Binnenmarkt“, resümiert Uhlig.

Text- und Bildquelle: VDMA

Jetzt Newsletter abonnieren

Technologische Innovationen und Branchentrends aus allen Teilbereichen der Fluidtechnik –
Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Hier registrieren

Weitere Artikel

US-Firmen investieren fünfmal mehr in KI
US-Firmen investieren fünfmal mehr in KI

Bei den Investitionen in künstliche Intelligenz droht die deutsche Industrie gegenüber den USA deutlich zurückzufallen. US-Industrieunternehmen investieren 2,9 Prozent ihres Umsatzes in künstliche Intelligenz, deutsche Unternehmen nur 0,6 Prozent. Mangelnde Data Foundation und fehlende Kompetenzen bremsen die KI-Skalierung hierzulande – Kosten sind (noch) nicht das Problem. 

Feuchtesensor erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen
Feuchtesensor erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen

Telemeter Electronic stellt einen Sensor zur Messung von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit vor. Der Sensor ist für den sicheren Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Gas-Ex-Zone 2 ausgelegt und verfügt über den Ex-Schutz II 3G Ex ic IIC T6 Gc nach ATEX – mit der Zündschutzart Eigensicherheit „ic“.

MiniTec baut internationales Vertriebsnetz aus
MiniTec baut internationales Vertriebsnetz aus

MiniTec setzt seinen internationalen Wachstumskurs fort und erweitert sein Vertriebsnetz in Europa. Mit Just Automate B.V. in den Niederlanden und Optimas slf in Island gewinnt das Unternehmen zwei erfahrene Partner, die Kunden künftig mit technischem Know-how sowie umfassender Beratung rund um das MiniTec Profil- und Linearsystem unterstützen.

You have Successfully Subscribed!

You have Successfully Subscribed!