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Zirox – eine Erfolgsgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern

Zirox – eine Erfolgsgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern

Im Rahmen der Außenwirtschaftstage 2017 wurde das Unternehmen Zirox Sensoren & Elektronik aus Greifswald zum zweiten Mal mit dem Exportpreis der IHK des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Dieser Preis wurde 2005 gestiftet und würdigt neben einer erfolgreichen Internationalisierungsstrategie vor allem die Professionalität und Innovationstätigkeit auf internationalen Märkten. Zirox ist ein international führender Anbieter von hochwertigen Gasanalysatoren und -messsysteme auf der Basis von Festelektrolyten und wurde auch 2005 mit dem Exportpreis prämiert – eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft.

Die Festelektrolytforschung hat in Greifswald Tradition. 1954 begannen die ersten Forschungsarbeiten und vier Jahre später, 1958, entstand das Weltbasispatent zur Gasanalytik mit Festelektrolyten. In enger Zusammenarbeit mit Industrieanwendern entwickelte die Forschungsgruppe Festelektrolyte der Ernst-Moritz- Arndt-Universität Gassensoren und Brennstoffzellen (SOFC) mit festen Elektrolyten. So wurde im März 1968 die weltweit erste Rauchgassonde zur Optimierung von Großfeuerungsanlagen in Dresden in Betrieb genommen. Darüber hinaus leistete man die wissenschaftlichen Grundlagen für die heute in Kraftfahrzeugen eingesetzten Lambda-Sonden für die Sauerstoffmessung im Abgas. In den 80er-Jahren folgte dann die Entwicklung von Stickoxid- (NOx) und Kohlenwasserstoffsensoren (HC) für die On-board-Diagnostik in Kfz-Abgasen.

Mit diesen Entwicklungsarbeiten war der Grundstein gelegt: Mitarbeiter der Forschungsgruppe sowie des wissenschaftlichen Gerätebaus der Universität gründeten 1990 die Zirox Sensoren & Elektronik GmbH. Heute zählt das Unternehmen zu einem der führenden Hersteller von Gasanalysatoren und -messsystemen auf der Basis von Festelektrolyten in höchster Qualität. Zahlreiche Produkte haben sich weltweit etabliert, wie die katalytisch inaktive potentiometrische Sauerstoffmesszelle sowie die Vakuumsonde XS22H zur Steuerung von Fertigungsprozessen im Plasma oder Vakuum. Um neue Applikationsfelder zu erschließen und Anwendern für ihre spezifischen Messaufgaben maßgeschneiderte Lösungen zur Verfügung zu stellen, adaptiert Zirox weitere Sensorprinzipien und entwickelt neue Messverfahren. Gegenwärtig werden pro Jahr 3000 bis 4000 Geräte und Messsysteme an Kunden in 72 Länder verkauft. Dabei umfasst das Typenspektrum ca. 780 Geräte- und Sondenvarianten, die oft auch in Kleinstserie oder als Einzelstück gefertigt werden. Die enge Verzahnung von Entwicklung und Produktion ermöglicht sehr kurze Reaktionszeiten bei der kundenspezifischen Systementwicklung.

Im internationalen Geschäft haben sich hinsichtlich Vertrieb und Service in den vergangenen Jahren zwei Schwerpunkte herauskristallisiert. Zum einen werden Anlagenbauer- und -betreiber in technologischen Schlüsselbranchen rund um den Globus direkt beliefert, zum anderen wurde der Vertrieb in den wachsenden Märkten in Asien systematisch aufgebaut. Die Kunden werden weltweit – mit Ausnahme von Asien – durch die Mitarbeiter in Greifswald betreut. In Fernost stellen Partner und verbundene Unternehmen den Vertrieb der Produkte sicher und gewährleisten die Durchführung von Service-Aufgaben wie Reparaturen und Kalibrierung der Geräte. Den besonderen Bedingungen im chinesischen Markt (z. B. Produktpiraterie, Preisniveau, Bildungsstand der Anlagenbetreiber) begegnet Zirox mit einer eigenständigen Produktpalette, die unter dem Markennamen Ziron vertrieben wird.

Bild (v. li. n. re.): Dr. Wolfgang Blank (Präsident der IHK Neubrandenburg), Manuela Schwesig (Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern), Hannes Pratzka (Geschäftsführender Gesellschafter Produktion und Entwicklung Zirox GmbH), Dr. Uwe Lawrenz (Geschäftsführender Gesellschafter Finanzen, Export, Marktentwicklung Zirox GmbH), Torsten Haasch (Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg) (Bildquelle: Norbert Fellechner)


www.zirox.de

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