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Outsourcing in der Elektronik-Fertigung

Fertigungspartner für Steckverbinder-Lösungen und Komponentenschutz

02.12.2025
von Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION

Der Markt für Electronic Manufacturing Services wächst kontinuierlich. Unternehmen wie Werner Wirth positionieren sich als strategische Partner für die komplette Elektronikfertigung vom Prototyp bis zur Serie.

Der Hamburger Spezialist für Verbindungstechnik und Komponentenschutz Werner Wirth agiert zunehmend als strategischer Outsourcing-Partner für Elektronikentwicklung und -fertigung. Das 1962 gegründete Familienunternehmen entwickelt und fertigt Lösungen aus Verbindungstechnik und Komponentenschutz für elektronische Komponenten in Branchen wie Anlagen- und Maschinenbau, Energietechnik, Elektromobilität sowie Luftfahrt und Medizintechnik.

Werner Wirth erstellt das Sensorkabel von Plantobelly. Es wird abgelängt, verlötet und die Lötstellen isoliert

Sven Höppner, Geschäftsführer von Werner Wirth, sieht zwei wesentliche Treiber für die steigende Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen. Im Zuge der Digitalisierung komme Elektronik in Bereichen zum Einsatz, in denen sie früher nicht zu finden war. Diese Dezentralisierung verlange neue Lösungen mit Schutz- und Verbindungstechnik. Zudem beobachte das Unternehmen seit Jahren einen anhaltenden Outsourcing-Trend und die Zunahme von jungen Unternehmen, die keine eigene Produktion aufbauen.

Wachsender Markt für Elektronikdienstleistungen

Der globale Markt für Electronic Manufacturing Services und Original Design Manufacturer erreichte 2024 ein Volumen von 809,64 Milliarden US-Dollar. Analysten von Market Research Future prognostizieren bis 2035 eine Verdopplung auf 1.816,04 Milliarden US-Dollar. Die Dienstleister übernehmen Aufgaben von der Leiterplattenbestückung und Baugruppenmontage bis zum Engineering und zur Designentwicklung.

Das Portfolio von Werner Wirth umfasst Standardstecker, polymere Werkstoffe und verschiedene Vergusstechnologien sowie Dienstleistungen zur Auftragsfertigung von Kabelkonfektion, Baugruppen, Verguss und Werkzeugbau. Laut Höppner müssen für die Entwicklung von Elektronik vier Aspekte berücksichtigt werden: sichere Verbindungen für Energieversorgung oder Signalübertragung, passender Schutz unter den jeweiligen Umgebungsbedingungen, entsprechende Entwicklungskompetenzen und Produktionskapazitäten in durchgängiger Qualität.

Das Hotmelt Moulding ist eine der Verarbeitungstechnologien, mit denen Werner Wirth Komponentenschutz erstellt

Praxisbeispiel Plantobelly zeigt Potenziale auf

Ein konkretes Beispiel für die Zusammenarbeit liefert das Start-up Plantobelly, das einen unterirdischen Feuchtesensor zur Pflanzenüberwachung entwickelt hat. Das von Bastian Klemke 2018 gegründete Unternehmen konnte innerhalb von sechs Jahren Installationen von Deutschland bis ins europäische Ausland verzeichnen. Abnehmer sind Städte und Gemeinden, der Gartenlandschaftsbau und Landwirte.

Das System besteht aus einer Messschleife und einer Sensorbox, die über ein Sondenkabel miteinander verbunden sind. Eine Batterie versorgt das System zehn Jahre lang mit Energie. Die Sensoren übermitteln ihre Daten in bestehende LoRaWAN-Funknetzwerke oder via NB-IoT-Technologie an einen Webservice, über den sich Bodenfeuchtigkeit, Ort, Sensorstatus sowie aktuelle Wetterdaten abrufen lassen.

Skalierung durch strategische Partnerschaft

Die große Nachfrage brachte Plantobelly in eine kritische Phase: Die Produktion musste skaliert werden, die bestehenden Montagekapazitäten waren jedoch ausgereizt. Zusätzlich machte die vorherige Fertigung der Messschleife im 2-Komponenten-Verguss Probleme bei der Dichtigkeit. 2023 kam Werner Wirth als Partner ins Spiel und agiert seither sowohl als Original Design Manufacturer als auch als Produktions-Backend.

Werner Wirth bietet alle gängigen Möglichkeiten der Kabelkonfektionierung wie beispielsweise Crimpen, Löten, Kabelbäume

Werner Wirth erstellt das Sensorkabel mit seiner Dienstleistung KabelkonfektionPlus. Es wird abgelängt, mit der Messschleife verlötet und die Lötstellen isoliert. Das Unternehmen umspritzt das Sensorkabel im Hotmelt Moulding und übernahm auch den entsprechenden Werkzeugbau. Ein mehrstufiges Verfahren mit Vor- und Endverguss erzielt das geforderte Maß an Dichtigkeit und Zugfestigkeit. Zusätzlich führt Werner Wirth die Baugruppenmontage für die Sensorbox durch und montiert Messschleife, Platine, Batterie sowie Gehäuse.

Nachhaltigkeit durch Materialwechsel

Für die Sensorbox entwickelte Werner Wirth eine nachhaltige Lösung. Statt eines Epoxidharz-Vergusses, der nur eine Entsorgung als Einheit ermöglichte, schützt nun ein Silikongel die Platine gegen Feuchtigkeit und Korrosion. Das Material ist weich genug, dass die Verschraubung zugänglich bleibt und sich die Bauteile nach Gebrauch wieder entnehmen lassen. Für den gesamten Prozess entstand eine detaillierte Dokumentation mit Foto- und Text-Anleitungen für alle Arbeitsschritte.

Text-/Bildquelle: Werner Wirth, Plantobelly

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