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RFID-Lösungen für Produktion und Logistik

IO-Link als Enabler für einfache und wirtschaftliche Integration

01.12.2025
von Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION

Pepperl+Fuchs bringt ein breit aufgestelltes Portfolio an RFID-Schreib-/Lesegeräten mit, das vor allem eins kann: maximale Flexibilität bei minimalem Integrationsaufwand. Dank IO-Link sind die Geräte sofort einsatzbereit – ob in der Produktion oder in der Logistik – und liefern genau die Zuverlässigkeit, Standardisierung und Wirtschaftlichkeit, die moderne Prozesse brauchen. 

Die Automatisierung industrieller Prozesse verlangt nach flexiblen, robusten und intelligenten Lösungen zur Identifikation von Objekten. RFID-Systeme haben sich in Produktion und Logistik als Schlüsseltechnologie etabliert – insbesondere dann, wenn es um Rückverfolgbarkeit, zunehmende Variantenvielfalt und immer geringe Losgrößen geht. Zwei RFID Schreib-/Lesegeräte von Pepperl+Fuchs zeigen exemplarisch, wie moderne RFID-Technologie mit standardisierten Schnittstellen wie IO-Link eine nahtlose Integration ermöglicht und zugleich die Komplexität reduziert: Das HF RFID Schreib-/Lesegerät IQT3-FP-IO-V1 sowie das UHF RFID Schreib-/Lesegerät IUT-F191-IO-V1.

Zwei innovative RFID-Lösungen mit IO-Link: der kompakte HF-Reader rechts mit bis zu 30 cm Reichweite sowie der UHF-Reader links mit zirka 1 m Reichweite für die wirtschaftliche Integration

IO-Link hat sich in den letzten Jahren als universelle Schnittstelle in der industriellen Automatisierung durchgesetzt. Die Vorteile liegen auf der Hand: herstellerübergreifende Standardisierung, einfache Parametrierung, Diagnosefunktionen und die Möglichkeit zur schnellen Inbetriebnahme ohne komplexe Programmierung. Pepperl+Fuchs trägt dieser Entwicklung mit einem kontinuierlich wachsenden Portfolio an IO-Link-fähigen Geräten Rechnung – darunter auch RFID Schreib-/Lesegeräte für HF (13,56 MHz) sowie UHF (860 – 930 MHz).

Praxisgerechte Features

Mit dem IQT3-FP-IO-V1 und dem IUT-F191-IO-V1 bietet Pepperl+Fuchs zwei leistungsfähige und zugleich wirtschaftlich attraktive Produkte, die insbesondere in der Fertigung und produktionsnahen Logistik ihre Stärken ausspielen. Beide Geräte lassen sich über den Easy-Mode ohne Programmieraufwand in Betrieb nehmen, während der Expert Mode auch tiefergehende Konfigurationsmöglichkeiten für anspruchsvollere Szenarien bietet. Dabei ist sowohl die Integration in SPS- als auch IT-Anwendungen möglich.

Im Gegensatz zu vielen UHF-Anwendungen mit großflächiger Transpondererfassung, steht in vielen industriellen Prozessen die gezielte, selektive Identifikation einzelner Objekte im Fokus. Typische Szenarien sind:

– Die Prüfung bereitgestellter Rohmaterialien an einer Montagestation
– Die Identifikation von Werkstückträgern auf Fertigungslinien
– Die Erkennung von Baugruppen vor dem nächsten Bearbeitungsschritt
– Die Rückverfolgung von Produkten entlang der Wertschöpfungskette

Dennoch ist die Reichweite handelsüblicher HF Schreib-/Lesegeräte oftmals nicht ausreichend. Für genau diese Anforderungen ist unter anderem der ­IQT3-FP-IO-V1 optimiert. Mit der in seiner kompakten Bauform marktführenden Reichweite von bis zu 30 cm, bietet das Gerät großzügige Leistungsreserven und erlaubt hohe Vorbeifahrgeschwindigkeiten. Weiterhin kann das HF Schreib-/Lesegerät bis zu 20 Transponder gleichzeitig erfassen. Dank automatischer Frequenzanpassung passt sich das Gerät an die Einbausituation und Einflüsse zum Beispiel durch Metall an.

Erhöhte Reichweite

Wenn größere Distanzen überbrückt werden müssen oder bereits UHF-Transponder im Einsatz sind, bietet der IUT-F191-IO-V1 eine einfache und kosteneffiziente Lösung. Mit einem Schreib-/Leseabstand von typischerweise einem Meter eignet er sich ideal für typische Anwendungen in der Fertigungslogistik, an Produktionsstrecken oder entlang von Förderstrecken.

Das robuste, industrietaugliche Gehäuse und die IO-Link-Schnittstelle ermöglichen eine schnelle Integration in bestehende IO-Link-Architekturen, wie sie in vielen Maschinenumfeldern bereits Standard sind. Anwender profitieren von kürzeren Inbetriebnahmezeiten, geringeren Engineeringkosten und einfacher Wartung. Der Reader ist zudem eine der wirtschaftlich attraktivsten Lösungen seiner Klasse und ideal für kostenbewusste Projekte, bei denen einfache UHF-Funktionalität gefragt ist.

Passend für produktionsnahe Anwendungen

Ein Anwendungsbeispiel aus der Praxis: In einer Montagelinie für Haushaltsgeräte werden Rohbaugruppen auf Werkstückträgern zur jeweiligen Bearbeitungsstation transportiert. Jeder Träger ist mit einem RFID-Transponder ausgestattet, der die ID des Produktionsauftrags enthält. Ein IQT3-FP-IO-V1 liest diese ID am Eingang der Station aus und stellt sicher, dass die richtigen Arbeitsschritte durchgeführt werden. Gleichzeitig kann über IO-Link die Signalstärke des Transponders (RSSI) überwacht werden, um frühzeitig defekte Transponder zu erkennen und Ausfälle zu vermeiden.

Ein weiteres Szenario: In einem Lager für Automobilteile werden Versandbehälter mit UHF-Transpondern ausgestattet. Beim Durchlauf durch eine automatische Förderlinie erkennt ein IUT-F191-IO-V1 zuverlässig das Material im Behälter und übermittelt die Daten an das Lagerverwaltungssystem – ohne manuelle Scans und damit schneller, sicherer und vollständig dokumentiert.

Die Kombination aus moderner RFID-Technologie und IO-Link-Schnittstelle schafft eine ideale Voraussetzung für vernetzte Fertigungsprozesse im Sinne von Industrie 4.0. Beide Leser stellen neben den Prozessdaten auch Diagnoseinformationen zur Verfügung und unterstützen somit ein nahtloses Condition Monitoring. Die Standardisierung durch IO-Link sorgt für langfristige Investitionssicherheit, Flexibilität und Herstellerunabhängigkeit.

Autor: Sascha Päschel
Text-/Bildquelle: Pepperl + Fuchs

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