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Digitalisierung und Automatisierung

Maschinensicherheit – 5 wichtige Trends im Jahr 2026

02.01.2026
von Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION

Bei Maschinen wird sich die Digitalisierung und Automatisierung auch im Jahr 2026 fortsetzen. Hersteller und Betreiber stehen vor der Herausforderung, neue Technologien zu integrieren und zugleich die Anforderungen an Funktionale Sicherheit und Cybersicherheit zu erfüllen. TÜV SÜD gibt einen Überblick über fünf wichtige Trends.

1. Intelligente Sensorik und vernetzte Überwachungssysteme

Moderne Sensoren und Industrial-IoT-Lösungen ermöglichen die kontinuierliche Echtzeitüberwachung von Maschinenzuständen. Dadurch vergrößert sich aber auch die Angriffsfläche für Cyberattacken. Die Risikobewertung muss diese Veränderungen und die dadurch entstehenden Bedrohungen berücksichtigen. Software, Firmware und sicherheitsrelevante Teile von Steuerungssystemen müssen vor Manipulationen geschützt werden, welche die Sicherheit beeinträchtigen.

2. Künstliche Intelligenz (KI) für optimale Prozesse und Predictive Maintenance

KI kann dazu beitragen, Prozesse zu optimieren, Maschinen flexibler zu gestalten und drohende Ausfälle von Maschinen oder Komponenten vorherzusagen. Damit die KI zuverlässige Ergebnisse liefert, muss die Integrität der Daten durch digitale und physische Maßnahmen geschützt werden. Dafür gibt es noch keine harmonisierten Normen. Deshalb ist es nötig, im Rahmen einer Risikobewertung individuelle Anforderungen und Maßnahmen zu entwickeln. Wenn Sicherheitsfunktionen betroffen sind, ist die Einbindung einer notifizierten Stelle notwendig.

3. Automatisierte und autonome Sicherheitssteuerungen

Automatisierte Sicherheitssteuerungen reagieren autonom auf kritische Situationen. Die zunehmende Vernetzung dieser Systeme erfordert robuste Sicherheitsmaßnahmen, um Manipulationen oder Systemausfälle zu verhindern. Die Festlegung der geeigneten Maßnahmen erfordert Kenntnisse der Funktionalen Sicherheit, sichere Konstruktionsverfahren und ein Verständnis für wesentliche Änderungen von Maschinen. Internationale Normen wie IEC 62443 oder IEC TR 63074 bieten eine hilfreiche und sinnvolle Unterstützung zur Identifikation und Umsetzung von Maßnahmen für die Sicherheit.

4. Kollaborative Roboter mit integrierter Sicherheit

Um den Fachkräftemangel auszugleichen, setzen Unternehmen zunehmend auf eine Kombination aus kollaborativen Robotern und Künstlicher Intelligenz. Dabei werden die bisherigen Sicherheitsfunktionen wie visuelle Erkennung oder Kraftbegrenzung durch digitale Schutzmechanismen ergänzt. KI-trainierte Cobots brauchen keine Schutzkäfige oder speziell geschultes Personal. Sie sind schnell installiert und können wechselnde Aufgaben übernehmen. Voraussetzung für einen störungsfreien Betrieb ist die störungsfreie Kommunikation zwischen Mensch, Cobots und IT-Systemen.

5. Cloudbasierte Sicherheitsmanagementsysteme

Cloud-Technologien ermöglichen die zentrale Erfassung und Analyse sicherheitsrelevanter Daten in Echtzeit und über alle Standorte hinweg. Gleichzeitig steigt die Verantwortung für den Schutz dieser Daten, der unter anderem im EU Cyber Resilience Act (CRA) und im EU Artificial Intelligence Act geregelt ist. Um Datenmanipulationen und Datenschutzverletzungen zu vermeiden, sind zertifizierte Cloud-Dienste, rollenbasierte Zugriffskontrollen, regelmäßige Audits und gegebenenfalls weitere Maßnahmen unverzichtbar.

Fazit: Maschinensicherheit 2026 ist mehr als ein Schutz vor physischen Gefahren – sie umfasst auch die Absicherung digitaler Prozesse. Dieser Zusammenhang wird in Regelwerken wie der EU-Maschinenverordnung (MVO) und einschlägigen Standards wie der IEC-62443-Reihe aufgegriffen. TÜV SÜD unterstützt Unternehmen bei der Integration beider Dimensionen sowie bei der Umsetzung von gesetzlichen und normativen Vorgaben und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung von sicheren, effizienten und zukunftsfähigen Produktionsumgebungen.

Weitere Informationen zu den Leistungen von TÜV SÜD im Bereich der Maschinensicherheit gibt es unter tuvsud.com/maschinenverordnung

Text-/Bildquelle: TÜV SÜD

 

 

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