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Bildung, Forschung und Technologietransfer mit Landesförderung

Stiftung für humanoide Robotik und KI gegründet

20.07.2026
von Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION
v.l.n.r. Fabian Burger (Geschäftsführer, Burger Group), Dr. Maximilian Gießler (Stiftungsinitiator), Prof. Dr. Stephan Trahasch (Rektor, Hochschule Offenburg), Timo Gessmann (CTO, Schunk)

Mit der Gründung der gemeinnützigen Stiftung „Humanoid Robotics and Embodied AI“ wollen Schunk, die Hochschule Offenburg und die Burger Group den Transfer humanoider Robotik in die industrielle Praxis beschleunigen, teilte Schunk Mitte Juli mit. Stiftungsträger ist die Hochschule Offenburg.

Über Bildungs- und Forschungsprojekte sollen Kompetenzen systematisch ausgebaut und Ergebnisse schneller in industrienahe Anwendungen überführt werden. Die Stiftung will, Bildung, angewandte Forschung und Transfer in den Bereichen humanoide Robotik und verkörperte Künstliche Intelligenz (Embodied AI) fördern. Geplant sind insbesondere anwendungsnahe Forschungs- und Transferprojekte, der Aufbau und die Pflege eines Expertennetzwerks aus Wissenschaft und Industrie sowie Formate zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich, um Fachkräfte in der Region zu stärken. Die Stiftung wird durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg unterstützt. Damit sollen Kompetenzen gebündelt, Transferstrukturen gestärkt und das Robotik-Ökosystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Land weiter ausgebaut werden. Schunk sieht die Initiative als einen weiteren Baustein auf seinem Weg, um sich langfristig als Technologiepartner und Ausstatter für humanoide Roboterhände zu etablieren.

Die Hochschule Offenburg verfügt über ein nach eigenen Angaben in Süddeutschland einzigartiges Forschungszentrum für Robotik und Cobotik, das gemeinsam mit Unternehmen innovative Robotik-Anwendungen für das industrielle Umfeld entwickelt. Die Ausrichtung ist dabei klar anwendungsorientiert: Durch Forschung in enger Kooperation mit der Wirtschaft soll die Wettbewerbsfähigkeit besonders von mittelständischen Unternehmen gestärkt werden. Damit werden Lehre, Forschung und Entwicklung in Bereichen wie industrielle Robotik, kollaborative Robotik und Pflegerobotik gezielt vorangetrieben. Mit der Stiftung möchte die Hochschule ihren Ausbau der Forschungsfelder Künstliche Intelligenz und Robotik konsequent weiter fortsetzen.

Schunk baut humanoide Robotik strategisch aus

Im Gründungsrat sind mit Schunk, der Burger Group und der Hochschule Offenburg drei Organisationen vertreten, die sich in ihren Rollen ergänzen: Forschungskompetenz und Talententwicklung auf der einen Seite, Industrieanforderungen, Marktzugang sowie Engineering- und Umsetzungserfahrung auf der anderen.

Die Stiftung ergänzt die langfristige Strategie von Schunk in der humanoiden Robotik. Das Unternehmen bringt rund 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung humanoider Hände ein und verfolgt das Ziel, diese in anspruchsvollen industriellen Anwendungsfeldern zum Einsatz zu bringen. Der Weg dorthin ist partnerschaftlich angelegt: mit Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Hochschule Offenburg für Technologiezugang und mit Industrieunternehmen wie Bosch für Skalierung und Industrialisierung.

Humanoide Robotik wird sich nur durchsetzen, wenn Lösungen industrienah entwickelt und gemeinsam skaliert werden

„Humanoide Robotik ist der nächste Entwicklungsschritt für die hochflexible Automatisierung. Sie wird sich aber nur dann durchsetzen, wenn Lösungen industrienah entwickelt und gemeinsam skaliert werden“, meint Timo Gessmann, CTO von Schunk. „Deshalb bauen wir den Technologietransfer gezielt aus und bringen ihn mit unserer langjährigen Automatisierungserfahrung zusammen.“ Parallel zur Stiftungsgründung treibt das Unternehmen seine Aktivitäten auch organisatorisch voran – unter anderem durch den Aufbau der Schunk Humanoid Robotics GmbH, um die Entwicklung einer neuen Handplattform für unterschiedliche Robotersysteme zu beschleunigen.

Bild (oben): v.l.n.r. Fabian Burger (Geschäftsführer, Burger Group), Dr. Maximilian Gießler (Stiftungsinitiator), Prof. Dr. Stephan Trahasch (Rektor, Hochschule Offenburg), Timo Gessmann (CTO, Schunk)

Quelle: Schunk, Bild: Hochschule Offenburg, Alexander Weigand

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