Mit der NexGeM (Next Generation Metalworking) stellt der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) ein neues Messeformat vor, das die smarte Metallbearbeitung von morgen in den Mittelpunkt rückt. Die Veranstaltung findet erstmals vom 5. bis 8. April 2027 als eigenständige Leistungsschau parallel zur Hannover Messe statt. Nach Aussage von Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, sei dieser Schritt überfällig gewesen, da die Werkzeugmaschine keine Stand-alone-Lösung mehr sei, sondern in die gesamte digitale industrielle Wertschöpfungskette eingebettet werde.
Als neues Format schafft die Messe eine Verbindung zwischen Maschinenbau sowie IT- und Software-Welt, die bislang weitgehend getrennt agierten. Da die Digitalisierung im Fokus steht, versteht sich die NexGeM weder als klassische Maschinenmesse noch als kleinere Ausgabe der EMO Hannover. Vielmehr adressiert sie Unternehmen, die die digitale Transformation in der Metallbearbeitung aktiv vorantreiben wollen.
Smarte Werkzeugmaschinen in der Anwendung
Die Potenziale der Künstlichen Intelligenz lassen sich nur in einer durchgehend digitalisierten Fabrik heben. Insbesondere im Maschinenbestand (Brownfield) ist dieser Prozess aufwändig und häufig kostenintensiv. Die NexGeM konzentriert sich daher auf die zentralen Themenfelder der digitalen Transformation metallbearbeitender Unternehmen und zeigt, wie sich Werkzeugmaschinen, Produktionssysteme und die dazugehörige Peripherie mithilfe von Automatisierung, Vernetzung, Robotik sowie Software- und Plattformlösungen effizienter und wirtschaftlicher gestalten lassen.
Zum Themenspektrum gehören Wertschöpfungstechnologien wie Manufacturing Execution Systems (MES), Digitale Zwillinge und KI ebenso wie das Industrial Internet of Things (IIoT) sowie Cloud- und Edge-Technologien. Auch der Sicherheitsaspekt spielt eine Rolle, etwa mit Blick auf Cybersecurity-Anwendungen zur Absicherung von Industrieprozessen und zur Wahrung der Datenintegrität. Mit konkreten Anwendungsbeispielen, die heute oder kurzfristig einsetzbar sind, macht die Messe deutlich, wie vernetzte Werkzeugmaschinen die Produktion bereits verändern, und öffnet zugleich den Blick auf kommende Trends.
Business-Plattform für eine kooperative Industrie
Die Hannover Messe bildet den passenden Rahmen für das neue Format, da sie Entscheider aus Automatisierungstechnik, Energiewirtschaft, Digital- und Techunternehmen sowie aus der Politik zusammenführt. Aussteller und Besucher der NexGeM finden dort Partner und Kunden, denen sie auf den klassischen Fachmessen der Metallbearbeitung meist nicht begegnen. Gemäß dem Motto „Metal Works Digital“ ermöglicht das neue Format das Networking von Maschinenbauern mit IT-Verantwortlichen, Digitalisierungsmanagern und Automatisierungsexperten.
Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, zeigt sich überzeugt vom Erfolg der Initiative. Die digitale Transformation erfordere das enge Zusammenspiel von Maschinenbau, Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Industrieanwendern und erweitere das industrielle Ökosystem um die Werkzeugmaschinen- und Metallbearbeitungsbranche. Nach Einschätzung von Heering ergänzt das Konzept bestehende Formate sinnvoll und leistet einen Beitrag dazu, die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland und Europas zu sichern. Anmeldungen sind ab sofort unter www.nexgem.de möglich.
Quelle: VDW







