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60-Millionen-Bauprojekt

Weidmüller eröffnet neues Elektronikwerk

10.09.2025
von Redaktion INDUSTRIELLE AUTOMATION

Vor dem neuen Elektronikwerk: (v.l.n.r) Dr. Timo Berger (Chief Technology Officer), Dr. Sebastian Durst (Chief Executive Officer),
Dr. Christian von Toll (Chief Sales Officer) und André Sombecki (Chief Financial Officer)

Nach knapp zweijähriger Bauzeit sowie dem Maschinen- und Anlagenumzug in den vergangenen Monaten feierte Weidmüller am 05. September 2025 die Eröffnung seines neuen Elektronikwerks. Das Elektro- und Verbindungstechnikunternehmen investierte rund 60 Millionen Euro in das Bauprojekt – eine der größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte. Zu den Gästen der Eröffnungsfeier zählte auch Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen

Zu den Gästen der Eröffnungsfeier zählte auch Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Das neue Elektronikwerk ist mehr als ein Gebäude – es ist ein Versprechen für Chancen, Fortschrift und eine starke Zukunft hier in Detmold, in Ostwestfalen-Lippe und ganz Nordrhein-Westfalen. Es ist ein Ort, an dem Ideen zu Innovationen werden und Menschen gemeinsam Zukunft gestalten.“

Produktion in der Region für die Region

Mit dem Bau des Elektronikwerks in Detmold setzt das Familienunternehmen ein Zeichen für die Zukunft des Industriestandorts Deutschland. Der Neubau in der Ohmstraße wird für die Produktion von Elektronikkomponenten genutzt. Im neuen Gebäude sind unter anderem die Leiterplattenbestückung, die Kunststofffertigung, die Montage sowie logistische Prozesse untergebracht. „Unsere Entscheidung, das neue Elektronikwerk in Detmold zu bauen, haben wir ganz bewusst getroffen. An unserem Hauptsitz profitieren wir von Verbundvorteilen wie der Nähe zu unserer Entwicklungsabteilung sowie zu unserem Maschinen- und Anlagenbau, inklusive Werkzeugbau“, stellt Dr. Sebastian Durst, Vorstandsvorsitzender der Weidmüller-Gruppe, heraus und ergänzt: „Unser neues Werk zahlt voll in unsere Strategie ‚In der Region, für die Region‘ ein: In Deutschland produzieren wir hauptsächlich für den europäischen Markt, um uns – auch vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen – regional resilient aufzustellen und Störungen in den  Lieferketten vorzubeugen.“

Der Neubau in der Ohmstraße wird für die Produktion von Elektronikkomponenten genutzt

Raum für Innovationen

Das neue Fertigungsgebäude ist auf Wachstum ausgelegt: Bis 2030 ist eine Verdopplung der Maschinen und Anlagen geplant. Auch die Erhöhung der Mitarbeiterzahl von 70 auf 300 ist in diesem Zeitraum geplant. Mit dem Werk unterstreicht Weidmüller sein Engagement für Innovationen und technologische Pionierleistungen: „Durch das Elektronikwerk eröffnen sich für uns völlig neue Möglichkeiten, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Als Technologietreiber werden wir Elektronikinnovationen entwickeln und produzieren, mit denen wir die Megatrends Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung mitgestalten. Kurzum: Hier entsteht Zukunft“, erklärt der Weidmüller-CEO.

Kurze Transportwege bei der Herstellung

Bereits heute wird in dem neuen Elektronikwerk unter anderem Weidmüllers I/O-system u-remote hergestellt, das als Schnittstelle zwischen Maschinen und Steuerungen fungiert. u-remote kommt überall dort zum Einsatz, wo Maschinen oder Anlagen automatisch gesteuert und überwacht werden sollen, z. B. in Produktionslinien oder Einzelmaschinen, in Förderanlagen oder in der Prozesstechnik. Alle Verarbeitungs- und Assemblierungsschritte des Systems – von der Leiterplattenbestückung bis zur Kunststoff- und Metallverarbeitung – werden im Elektronikwerk ausgeführt. Auch der kompakte Trennverstärker und Messumformer PICOPAK von Weidmüller, der ein präzise, störungsfreie Signalübertragung gewährleistet, wird im neuen Elektronikwerk produziert.

Im neuen Elektronikwerk wird unter anderem Weidmüllers I/O-system u-remote hergestellt, das als Schnittstelle zwischen Maschinen und Steuerungen fungiert

Nachhaltiges Gebäude- und Baukonzept

Bei der Planung der mehrgeschossigen Produktionshalle mit einer Nutzfläche von knapp 19.000 m2 stand eine hohe Energieeffizienz im Fokus. Reversible Wärmepumpen werden zur Beheizung und zur Kühlung der Halle eingesetzt. Auch die Wärmerückgewinnung aus Produktionsabwärme wird gewährleistet. Darüber hinausgehende Wärmebedarfe werden über Fernwärme abgedeckt. Die Dachfläche des Gebäudes ist mit einer 640-kWp-Photovoltaikanlage ausgestattet, so dass die Sonnenenergie weite Teile des Energiebedarfs abdecken kann, der für den Betrieb des Werks benötigt wird.

Nach dem Baustart im 2. Quartal 2023 und der Grundsteinlegung im Sommer 2023 hat Weidmüller Ende Januar 2025 das Gebäude offiziell vom Generalunternehmer abgenommen. Der Bau wurde damit exakt im vorher geplanten Zeitrahmen realisiert. Auch der anschließende Umzug aller Maschinen und Anlagen in das Gebäude wurde nach Plan abgeschlossen. Der Produktionshochlauf ist bereits in den vergangenen Monaten sukzessive erfolgt.

Text-/Bildquelle: Weidmüller

 

 

 

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