Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) steht der europäischen Industrie ein grundlegender Wandel bevor. Erstmals werden verbindliche Anforderungen an die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Komponenten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg definiert. Besonders im Maschinen- und Anlagenbau rückt das Thema damit noch stärker in den Fokus – nicht nur aus technischer, sondern auch aus organisatorischer und rechtlicher Perspektive. Für mehr Transparenz und Verständnis bietet Bihl+Wiedemann eine Cyber Resilience Act (CRA) Tour 2026 an und lädt Interessierte zu einem Workshop für zukunftssichere Maschinen und Anlagen ein.
Ab 2027 gelten die neuen Vorgaben verbindlich. Hersteller sind dann verpflichtet, Cyberrisiken systematisch zu berücksichtigen, Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen und umfassende Dokumentationspflichten zu erfüllen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Technologien oder Automatisierungslösungen eingesetzt werden: Der CRA betrifft die gesamte Branche gleichermaßen. Für viele Unternehmen bedeutet das, bestehende Entwicklungsprozesse, Verantwortlichkeiten und Sicherheitskonzepte grundlegend zu überdenken.
Cybersecurity wird zur Herstellerpflicht
Der CRA verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Neben technischen Anforderungen an Produkte umfasst er auch klare Vorgaben zu Risikobewertung, Incident Handling und zur Bereitstellung von Sicherheitsupdates. Hersteller müssen künftig nachweisen können, dass ihre Produkte „secure by design“ und „secure by default“ entwickelt wurden.
Diese neuen Pflichten bringen Herausforderungen mit sich:
- Wie lassen sich Cyberrisiken systematisch identifizieren und bewerten?
- Welche Sicherheitsmaßnahmen sind angemessen und wirtschaftlich sinnvoll?
- Wie gelingt die Integration von Security in bestehende Entwicklungsprozesse?
Gerade mittelständische Unternehmen stehen hier vor der Aufgabe, regulatorische Anforderungen mit begrenzten Ressourcen umzusetzen.
Praxiswissen gefragt: CRA Tour 2026
Vor diesem Hintergrund gewinnt der Wissenstransfer an Bedeutung. Genau hier setzt die „Cyber Resilience Act (CRA) Tour 2026“ an – eine Workshop-Reihe, die sich gezielt an Fach- und Führungskräfte aus Industrie und Entwicklung richtet. Der Workshop vermittelt nicht nur die regulatorischen Grundlagen, sondern legt einen klaren Fokus auf die praktische Umsetzung. Experten der Beratungsfirma TG alpha erläutern die Auswirkungen des CRA auf Produkte und Prozesse, während Spezialisten von Bihl+Wiedemann konkrete Anwendungsbeispiele aus der industriellen Praxis vorstellen.
Teilnehmende erhalten unter anderem Einblicke in:
- die konkreten Auswirkungen des CRA auf Maschinen, Anlagen und Entwicklungsabläufe
- die neuen Pflichten und Verantwortlichkeiten für Hersteller
- strukturierte Methoden zur Risikobewertung, etwa durch „Threat Modeling light“
- die Auswahl und Umsetzung geeigneter Security-Maßnahmen
- praxisnahe Lösungsansätze anhand konkreter Produkte und Systeme
Zielgruppe: Fachkräfte und Entscheider
Der Workshop richtet sich gezielt an Fachkräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektrokonstruktion und Produktentwicklung sowie an Verantwortliche für Product Security und Industrial Security. Für diese Zielgruppen bietet die Veranstaltung einen kompakten und praxisorientierten Einstieg in ein Thema, das in den kommenden Jahren zur zentralen Voraussetzung für Marktzugang und Wettbewerbsfähigkeit wird.
Jetzt handeln statt später reagieren
Auch wenn die verbindliche Umsetzung erst ab 2027 greift, ist der Handlungsdruck bereits heute spürbar. Die Anpassung von Entwicklungsprozessen, der Aufbau von Security-Kompetenzen und die Implementierung geeigneter Maßnahmen erfordern Zeit und strategische Planung. Die CRA Tour 2026 bietet Unternehmen daher eine frühzeitige Gelegenheit, sich strukturiert auf die neuen Anforderungen vorzubereiten – und Cybersecurity nicht nur als Pflicht, sondern als integralen Bestandteil moderner Produktentwicklung zu verstehen.
Workshop für zukunftssichere Maschinen und Anlagen
Der Workshop am 17.06.2026 im WTZ-Tagungszentrum Heilbronn zeigt, welche Auswirkungen der CRA auf Produkte und Prozesse hat und wie sich die neuen Anforderungen in der Praxis umsetzen lassen. Die Spezialisten von Bihl+Wiedemann bieten Ihnen zusätzlich konkrete Beispiele, die das Verständnis unterstützen.
Mehr dazu unter: bit.ly/workshop_bihl_wiedemann
Text- und Bildquelle: Bihl+Wiedemann






