Der modulare Nass/Nass-Differenzdrucksensor MUDS von Müller Industrie-Elektronik erfasst den Differenzdruck in flüssigen und gasförmigen Medien. Er eignet sich besonders zur Überwachung von Filtern und Verdichtern in der Industrie- und Gerätetechnik. In der Haustechnik kommt er ebenso zum Einsatz.

Druckkalibrierung des Differenzdrucksensors
Der kompakte, leichte Sensor verfügt über eine widerstandsfähige Keramikmesszelle. Das Gehäuse besteht aus dem druck- und schlagfestem Kunststoff PBT GF30. Fünf Druck-Messbereiche zwischen 0 und 10 bar sind anwendungsspezifisch wählbar, bei einer Genauigkeit von 2 Prozent F.S. Die AC/DC-Versorgung erfolgt über einen Standardanschluss M12x1, kann aber auch in weiteren unterschiedlichen Steckeranschlüssen ausgeführt werden. Alle elektrischen Ausgänge sind analog in 2-/3-Leiter Strom oder Spannung möglich: 4… 20 mA, 2-Leiter; 0… 20 mA, 0… 10 VDC, 3-Leiter. Die große Flexibilität hinsichtlich der Anschlüsse erlaubt Konstrukteuren und Entwicklern eine einfache Integration. Die breit aufgestellten Software-Einstellungen unterstützen die Anpassung an gängige Systeme. Optional schützt eine Drossel den Sensor vor Druckspitzen (Waterhammer). Alle Geräteversionen sind IO-Link-fähig und für OEM in gewünschter Farbe und mit frei programmierbarer Anwendersoftware als Labelversion möglich. Neben der kompakten Grundausführung sind derzeit eine Variante mit aufgesetztem Gehäuse einschließlich Displayeinheit sowie eine Transmitterausführung in Entwicklung.
Differenzdruck in der Industrie-Praxis
Reinigen, Sortieren, Kontrollieren: Siebe und Filter übernehmen in Produktionsprozessen zentrale Aufgaben. Eine hohe Anlagenverfügbarkeit sowie konstante Prozessqualität setzen voraus, dass sie ihre Trenn- und Filterfunktion dauerhaft präzise erfüllen. Verschleiß, Funktionsabweichungen und Effizienzverluste entstehen dabei unmittelbar durch die prozessbedingte Beanspruchung während des Sieb- und Filtrationsvorgangs. Der kompakte Differenzdrucksensor von Müller Industrie-Elektronik ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Betriebszustands und trägt so zur Sicherstellung einer zuverlässigen Funktion von Sieb- und Filtersystemen bei. Die Messung des Differenzdrucks ist eine wichtige Datenquelle in der Filtertechnik. Das Prinzip des Differenzdrucks ist dabei denkbar einfach: Auf der einen Seite ist etwas, auf der anderen Seite ebenfalls, getrennt durch einen Filter. Sobald der Filter sich zusetzt, erhöht sich auf der einen Seite der Druck. Eine Prozessüberwachung ermöglicht die Optimierung der Filtereigenschaften und somit des gesamten Produktionsprozesses.
Prozessüberwachung ermöglicht Optimierung der Filtereigenschaften
Beispiel CNC-Fertigung: Ohne kontrollierte Zuluft und vor allem gefilterte Abluft stehen die Anlagen still, auf denen Werkstücke aus Holz, Metall oder Kunststoff bearbeitet werden. Das Filtersystem ist daher systemrelevant. Die Arbeitsstationen benötigen zudem Flüssigkeiten bei der Bearbeitung, etwa zum Kühlen oder Abbinden. Schnell sind die Filter dicht. Die Differenzdruck-Information des Sensors ermöglicht hier ein schnelles Reagieren. Oder es kommt am besten überhaupt nicht erst dazu, indem der Differenzdrucksensor automatisiert einen Reinigungsprozess einleitet und der Filter funktionstüchtig bleibt.
Der Sensor ist für Nass/Nass-Anwendungen ausgelegt. Dies ist zum Beispiel bei Luftfiltersystemen von Vorteil, da diese sich durch Prozessflüssigkeiten schnell zusetzen können. Der Sensor kann auf beiden Druckmess-Seiten mit Flüssigkeiten umgehen. Mit der Schutzart IP65 widersteht das Gerät auch starkem Strahlwasser zuverlässig und gewährleistet daher einen störungsfreien Betrieb unter anspruchsvollen Industriebedingungen.
Was für Arbeitsstationen in Industrie und Handwerk gilt, trifft gleichermaßen auf Absaugarme, Absaugtische, Absaugwände sowie zentrale Hallenabsaugsysteme zu. Filtersysteme tragen zur Sicherheit bei und ermöglichen stabile Prozessbedingungen. Kompakte Differenzdrucksensoren mit digitalem Transmitter sind daher eine wichtige Maßnahme, um Anlagen wirtschaftlich und effizient zu überwachen.
Quelle: Müller Industrie-Elektronik






