Ob Klimatisierung oder Fördertechnik – viele dezentrale Anwendungen liefern heute eine Vielzahl an Betriebsdaten. Doch häufig bleiben diese ungenutzt. Mit der Smart Communication Card bietet ABB eine Lösung, die diese Lücke zwischen Feldgeräten, Steuerungen oder Sensoren und IT-Systemen schließt.
Maschinen und Steuerungen verwenden unterschiedliche Protokolle, während isolierte Komponenten und fehlende Schnittstellen die Integration zusätzlich erschweren. Mit der Smart Communication Card bietet ABB eine kompakte Lösung, die diese Lücke zwischen Feldgeräten, Steuerungen oder Sensoren und den lokalen IT-Systemen oder der Cloud schließt. Sie bringt Intelligenz und Konnektivität direkt in die Anwendung: Indem sie Betriebstechnik (OT) mit IT verbindet, werden Betriebsdaten unmittelbar in der Cloud verfügbar. Anwender können diese in Echtzeit erfassen, verarbeiten und nutzen und profitieren dadurch direkt durch eine bessere Überwachung, gezielte Wartungsmöglichkeiten und effizientere Abläufe im gesamten System.
Edge-Kommunikation für durchgängige Datentransparenz
Überall dort, wo keine zentrale Steuerung vorhanden ist, eröffnet die Smart Communication Card von ABB neue Möglichkeiten. Wenn Betriebsdaten in Echtzeit ausgewertet und für intelligente Entscheidungen genutzt werden können, bietet das erhebliches Optimierungspotenzial – ob in der Gebäudetechnik, bei mobilen Energieanlagen oder dezentralen Pumpstationen. Die Smart Communication Card übernimmt genau diese Aufgabe: Als kompakte Edge-Kommunikationslösung verbindet sie Komponenten vor Ort mit lokalen Servern oder Cloud-Systemen – ganz ohne zusätzliche Gateways oder Industrie-PCs. Sie erfasst Betriebsdaten wie Messwerte oder Statusmeldungen auf Feldebene und bereitet sie direkt am Gerät für die Weiterverarbeitung auf. Über standardisierte Protokolle wie OPC UA, Modbus RTU und TCP erfolgt die Kommunikation mit Steuerungen, Mess- oder Schutzgeräten. Gleichzeitig ermöglicht die Smart Communication Card über MQTT (leichtgewichtiges IoT-Protokoll) oder HTTPS (sicheres Internetprotokoll) die einfache Anbindung an übergeordnete Plattformen für Zustandsüberwachung, Alarmierung oder automatisierte Auswertungen. So entstehen durchgängige Datenflüsse – die Voraussetzung für mehr Transparenz und den Fernzugriff in verteilten Systemen. „Mit der Smart Communication Card schlagen wir herstellerunabhängig die Brücke zwischen verschiedenen Anwendungen und Daten. Sie ist der Schlüssel zu mehr Effizienz, Sicherheit und digitaler Resilienz in der Industrie“, so Sven Glöckler, Segment Manager OEM bei ABB Elektrifizierung.

Smart Communication Card bietet ABB eine kompakte Lösung, die diese Lücke zwischen Feldgeräten, Steuerungen oder Sensoren und den lokalen IT-Systemen oder der Cloud schließt. Sie bringt Intelligenz und Konnektivität direkt in die Anwendung.
Ein weiterer Vorteil: Über die integrierte und intuitiv bedienbare Open-Source-Plattform Node-RED lassen sich Datenflüsse, einfache Logiken und Visualisierungen direkt im Webbrowser erstellen – ganz ohne Programmierkenntnisse. Per Drag-and-drop verbinden Anwender vorgefertigte Funktionsblöcke zu individuellen Abläufen: Welche Daten sollen überwacht, wann ein Alarm ausgelöst oder welche Benachrichtigung bei einem Schwellwert versendet werden? So lassen sich etwa Temperaturverläufe in HLK-Systemen visualisieren, Störungen bei Pumpenanlagen automatisch melden oder Energieverbräuche in mobilen Anwendungen auswerten – flexibel anpassbar an den konkreten Betrieb.
Dank ihres kompakten Designs, der einfachen Inbetriebnahme per Web-Konfiguration und der Unterstützung offener Standards lässt sich die Smart Communication Card sowohl in neuen Projekten integrieren als auch für die digitale Nachrüstung bestehender Systeme anwenden. Die Anbindung erfolgt über gängige Schnittstellen wie Ethernet oder RS485, ohne zusätzliche Software, Spezialhardware oder Gateways. Dabei ist die Smart Communication Card kompatibel mit Geräten verschiedenster Hersteller und kann beispielsweise in HLK-Systemen, mobilen Energieeinheiten oder Förderanlagen eingesetzt werden. Das spart Zeit und vor allem Kosten: Denn die vorhandene Hardware muss nicht ersetzt, sondern kann zu einem Bruchteil der Kosten intelligent erweitert werden. Für den sicheren Betrieb sorgen umfassende Schutzmechanismen: Verschlüsselte Datenübertragung, integrierte Firewall, Secure Boot und rollenbasierte Benutzerverwaltung schützen Kommunikation und Gerätesoftware vor unbefugtem Zugriff und Manipulation. So schafft die Smart Communication Card eine vertrauenswürdige Verbindung zwischen Produktion und IT, auch in einem Umfeld mit hohen Anforderungen an die Datensicherheit.
Intelligente Datennutzung für vorausschauende Wartung und Energieoptimierung
Ein typisches Einsatzfeld ist die zustandsbasierte Überwachung dezentraler Systeme – etwa von Pumpstationen, HLK-Anlagen oder mobilen Versorgungsmodulen. Die Smart Communication Card erfasst kontinuierlich Betriebs- und Zustandsdaten, erkennt frühzeitig Abweichungen und liefert wertvolle Hinweise, die auf möglichen Verschleiß oder Fehlfunktionen hinweisen. So lassen sich Wartungsmaßnahmen gezielt und vorausschauend planen, Ausfälle vermeiden und die Verfügbarkeit deutlich erhöhen. Auch beim Energiemonitoring zeigt sie ihre Stärken: Verbrauchsdaten werden lokal oder cloudbasiert ausgewertet und helfen dabei, Lastspitzen zu erkennen, Verbräuche zu vergleichen und den Energieeinsatz gezielt zu optimieren. Mit der Smart Communication Card bringt ABB Intelligenz und Konnektivität direkt in die Feldebene industrieller Anlagen und dezentraler Anlagen. Die Lösung macht Daten verfügbar, die bislang ungenutzt blieben, und schafft so die Grundlage für Effizienz, mehr Kontrolle und geringere Kosten im laufenden Anlagenbetrieb.
Text-/Bildquelle: Aufmacher Buffaloboy -stock.adobe.com, Produktbild ABB AG






