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Werkstoffe der Zukunft

Prüftechnologie ermöglicht nachhaltige Materialentwicklung

25.07.2025
von Nicole Steinicke

Am Forschungscampus Open Hybrid LabFactory (OHLF) in Wolfsburg arbeiten Wissenschaft und Industrie gemeinsam an der Entwicklung neuer Materialien für die Automobilindustrie. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Metalle, Kunststoffe und Klebverbindungen so weiterentwickelt werden können, dass sie sich effizient recyceln und wiederverwenden lassen. Als Technologiepartner unterstützt ZwickRoell diese Forschung mit präzisen Prüfsystemen und umfassender Anwendungserfahrung.

Die Anforderungen an die Prüftechnik sind hoch: Um hybride und neuartige Werkstoffe realitätsnah zu untersuchen, müssen unterschiedlichste Belastungsszenarien simuliert werden. Dafür braucht es sowohl flexibel einsetzbare als auch spezialisierte Anlagen. Neben der klassischen Ermittlung von Materialkennwerten mit quasistatischen Methoden werden auch komplexe Ermüdungs- und Hochgeschwindigkeitsprüfungen durchgeführt.

Besonders bei der Beurteilung der Dauerfestigkeit kommen zyklische Belastungen zum Einsatz – zum Beispiel durch Zug, Druck, Biegung, Torsion oder Scherkräfte. Diese sogenannten Dauerschwingversuche liefern wichtige Erkenntnisse zur Grenzbelastung eines Werkstoffs. Ziel ist es, zu bestimmen, ab wann ein Bauteil unter wiederholter Beanspruchung versagt. Die gewonnenen Daten fließen unter anderem in die Erstellung von Wöhlerkurven (s-n-Kurven) ein, die Rückschlüsse auf die Lebensdauer unter bestimmten Spannungsverhältnissen erlauben.

Präzision auf ganzer Linie: Prüfsysteme im Einsatz

Für die Umsetzung dieser Versuche stehen dem OHLF verschiedene Prüflösungen von ZwickRoell zur Verfügung: darunter mehrere AllroundLine-Prüfmaschinen mit einem Kraftbereich von 50 bis 250 kN. Sie sind mit unterschiedlichen Längenänderungsaufnehmern und Prüfwerkzeugen ausgestattet und verfügen über eine Temperierkammer, die Versuche im Bereich von –70 °C bis +250 °C ermöglicht.

Darüber hinaus nutzt der Campus einen servohydraulischen Portalprüfstand mit einem großzügigen Spannfeld von 4000 x 3000 Millimetern. Ausgestattet ist er mit zwei Portalen und drei hydrostatisch gelagerten Prüfzylindern (zwei mit 100 kN, einer mit 50 kN), deren Lasten und Frequenzen frei geregelt werden können. Damit lassen sich auch großflächige Bauteile unter realistischen Bedingungen prüfen.

Zur präzisen Analyse des Dehnungsverhaltens kommen außerdem optische Messsysteme zum Einsatz, mit denen selbst kleinste Verformungen im Mikrometerbereich erfasst werden können. Ergänzend werden Zug- und Durchstoßversuche mit einer maximalen Prüfkraft von 40 Kilonewton und Geschwindigkeiten von bis zu 20 Metern pro Sekunde durchgeführt – ideal für die Nachbildung crashrelevanter Belastungen.

 

Zuverlässiger Partner im Forschungsalltag

ZwickRoell unterstützt nicht nur mit leistungsfähiger Technik, sondern auch mit einem verlässlichen Service. „Die ZwickRoell Prüfsysteme überzeugen durch ihre präzise Technologie, zuverlässige Leistung und ihre Vielseitigkeit für anspruchsvolle Anwendungen“, sagt Florian Holze, Leiter des Technikums am Forschungscampus OHLF. Besonders geschätzt wird die unkomplizierte Wartung und der schnelle technische Support – beides wichtig, um den laufenden Forschungsbetrieb nicht zu unterbrechen.

Gemeinsam für nachhaltige Werkstofflösungen

Die enge Partnerschaft zwischen ZwickRoell und dem OHLF schafft die Voraussetzungen für eine fundierte Materialforschung unter praxisnahen Bedingungen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Komponenten mit reduziertem ökologischem Fußabdruck – und damit zur Transformation der Automobilindustrie hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Über die ZwickRoell Gruppe

ZwickRoell ist weltweit führend in der Entwicklung von Prüfmaschinen für die Material- und Bauteilprüfung. Kunden der ZwickRoell Gruppe profitieren von über 160 Jahren Erfahrung in der Werkstoffprüfung für unterschiedliche Branchen. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 312 Mio. EUR. Die Firmengruppe ZwickRoell besitzt Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich, Großbritannien und China sowie Niederlassungen und Vertretungen in 56 weiteren Ländern. Aktuell zählt ZwickRoell mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon arbeiten 1.200 Beschäftigte (davon 100 Auszubildende) am Standort in Ulm.

Text-/Bild: Aufmacher ZwickRoell, Schmuckbild adobe.stock.com – Proxima Studio

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