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Software und additive Verfahren für die Fabrik der Zukunft

Software und additive Verfahren für die Fabrik der Zukunft

Software und IT-Lösungen sind ein zentrales Thema der Hannover Messe 2018. Kein Wunder – ihre Rolle besteht darin, die einzelnen Glieder der industriellen Wertschöpfungskette zu verbinden. Für die digitale Transformation der Industrie ist diese Verbindung und Vernetzung von elementarer Bedeutung. Deshalb führt für die Fachbesucher im April auch kein Weg vorbei an den zahlreichen Ausstellern zu den Themen Automation und Digital Factory. In den Hallen 6, 7 und 8 stehen dabei die Themen IT-Lösungen und integrierte Prozesse im Mittelpunkt – von Additive Manufacturing, CAD/CAM und CAE über MES oder ERP bis PLM. Weitere Themen dort sind Augmented Reality, Künstliche Intelligenz/Machine Learning, Big-Data-Analytics oder industrielle IT-Plattformen. Zudem können sämtliche Messeteilnehmer die begleitenden Foren, Tagungen oder Vortragsevents nutzen, um sich über den optimalen Einsatz von integrierten IT-Lösungen zu informieren. So spielt etwa Additive Manufacturing nicht nur im Ausstellungsbereich eine wichtige Rolle, sondern auch in einem Symposium am Messedienstag.

Daten werden erst dann wertvoll, wenn sie in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden: Daten aus der Konstruktion etwa mit denen aus dem Betrieb eines Produkts oder einer Maschine. Bevor es also an die Analyse von Big Data geht, brauchen Hersteller ein geeignetes Management ihrer Daten aus dem Engineering. Produkt-Lebenszyklus-Management (PLM) verliert deshalb auch in Zeiten des Internets der Dinge nicht an Bedeutung, sondern gibt entscheidende Hinweise zur Verbesserung eines Produkts. Gleiches gilt für Manufacturing Execution Systems, MES-Systeme, mit denen Betriebsdaten erfasst und mit Werkzeug-, Kapazitäts- und Lagerdaten verknüpft werden. Sie liefern immer mehr Daten, die sich für die vorausschauende Wartung einsetzen lassen und so ungeplante Stillstände verhindern.

Auch die Rolle von Enterprise-Ressource-Planning-Systemen (ERP) ändert sich. Sie helfen den Unternehmen nicht mehr nur, Aufträge zu erstellen, abzuwickeln und abzurechnen. Mittlerweile dienen sie auch dazu, im Vorfeld abschätzen zu können, ob eine Anfrage in welchem Zeitrahmen und zu welchen Kosten angenommen werden kann. Die Software sorgt auf diese Weise für die Automatisierung von Geschäftsprozessen.

Unter dem Eindruck der Digitalisierung ändert sich somit auch die Welt der Standardsoftware. Sie schafft die Grundlage dafür, dass mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Services die wachsende Menge von Daten nutzbar gemacht wird. Wie sich die digitale Transformation beispielsweise in der Kunststoffverarbeitung auswirkt, ist das tägliche Geschäft von ARBURG. Das Unternehmen stellt Connectivity in den Mittelpunkt seines Auftritts auf der HANNOVER MESSE 2018. „Wir sehen uns nicht nur als Maschinenlieferant, sondern auch als Technologiepartner, Effizienztreiber und Vorreiter in der Kunststoffbranche beim Thema digitale Transformation”, sagt Heinz Gaub, Geschäftsführer Technik bei ARBURG. „Die Anforderungen werden immer höher. Es gilt, die Teilefertigung noch flexibler zu gestalten, die Maschinen bestmöglich auszulasten und die Produktionsprozesse transparenter zu machen. Dazu haben wir für unsere Kunden vielfältige Technologien und Lösungen im Programm.“

Von der Smart Machine über den Leitrechner bis zur Smart Factory und Smart Services bietet ARBURG ein breites Spektrum für den Kunststoffverarbeiter, um in der vernetzten und flexibel automatisierten Produktion die Wertschöpfung, Produktionseffizienz und Prozesssicherheit zu steigern. Auf der HANNOVER MESSE zeigt ARBURG Lösungsansätze für die Smart Factory, zum Arburg Remote Service (ARS), zu kombinierbaren Industrie-4.0-Bausteinen oder zur Individualisierung von Großserienteilen in Losgröße 1 durch Kombination von Spritzgießen und additiver Fertigung.

Additive Manufacturing als Schlüsselelement der digitalen Fabrik
Additive Fertigung gehört zu den klaren Publikumsmagneten der HANNOVER MESSE. Der Ausstellungsbereich befindet sich gemeinsam mit Themen wie CAD und PLM im Süden der Halle 6. „Wir sehen den industriellen 3D-Druck als Schlüsselelement der Fabrik der Zukunft“, sagt Dr. Adrian Keppler, CEO der EOS GmbH. „Die Vorteile unserer Technologie wie Designfreiheit, Funktionsintegration und schneller Produktionsstart sind wichtige Treiber für neue Produkte, Geschäftsmodelle und Supply-Chain-Konzepte.“ Dabei geht es um die Vernetzung von konventioneller und additiver Fertigung in der digitalen Fabrik. Keppler: „Als Technologieführer arbeiten wir heute an Hard- und Software-Lösungen für die Anforderungen zukünftiger Produktionswelten. Wir schaffen relevante Schnittstellen wie EOSCONNECT für den Teile- und Datenfluss und haben mit unserer Beratungssparte Additive Minds die Expertise, um unsere Kunden beim Aufbau ihrer digitalen Fertigung zu unterstützen.“ Weitere Aussteller in diesem Bereich sind etwa 3D Systems, HP Printing, Protiq oder alphacam.

Mit der innovativen Fertigungsmethode befasst sich auch das 4. Additive Manufacturing Symposium, das 2018 erstmals am Messe-Dienstag (24. April) in der Technology Academy (Pavillon 36) auf dem Messegelände ausgerichtet wird. Anwender aus dem Maschinenbau zeigen anhand von Beispielen aus der Praxis, welchen Mehrwert Additive Manufacturing im Hinblick auf Qualität, Zuverlässigkeit, Energie und Kosten bringt. Nach dem Vortragsteil geht es für die Teilnehmer des Symposiums in die Hallen der Digital Factory. Die Guided Tour macht Halt an den Ständen diverser Aussteller, die ihre Lösungen zur additiven Fertigung vorstellen. Partner des Symposiums ist der VDMA.

 

Quelle: Deutsche Messe AG

Veröffentlicht von

Alexandra Pisek

Von Mensch zu Mensch oder zwischen Mensch und Maschine – Kommunikation ist vielfältig und das fasziniert mich bei meiner täglichen Arbeit.

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